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Verhältnis zu den tschechischen Faschisten der NOF


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=== Verhältnis zu den tschechischen Faschisten der NOF ===
=== Verhältnis zu den tschechischen Faschisten der NOF ===
Nach ihrer erneuten Zulassung 1926 knüpfte die Rodobrana auch Kontakte zu den tschechischen Faschisten der in diesem Jahr frisch gegründeten ”[[Národní obec fašistická]]” („Nationale Faschistische Gemeinschaft“, kurz NOF). Für die Rodobrancen stellte die NOF einen möglichen Partner auf gesamtstaatlicher Ebene dar, mit dessen Hilfe sie sich die Durchsetzung ihrer politischen Forderungen erhofften.<ref>Anton Hruboň: ”Alexander Mach – Radikál z povolania” [= Alexander Mach – Ein Berufsradikaler]. Bratislava 2018, S. 63 (slowakisch).</ref> Die Zusammenarbeit zwischen beiden Gruppierungen stand jedoch von Beginn an vor ideologischen, machtpolitischen und persönlichen Hindernissen. So war die NOF keine reine Wehrorganisation wie die Rodobrana, sondern trat von Anfang an als politische Partei auf, die sich in der gesamten Tschechoslowakischen Republik etablieren wollte. Damit konkurierte die NOF mit Hlinkas Slowakischer Volkspartei um das rechtsradikale Wählerpotenzial in der Slowakei, welches die Ludaken bereits weitgehend mit der Rodobrana abdeckten.<ref>Anton Hruboň: ”Alexander Mach – Radikál z povolania” [= Alexander Mach – Ein Berufsradikaler]. Bratislava 2018, S. 64 u. 66 (slowakisch); Sabine Witt: ”Nationalistische Intellektuelle in der Slowakei 1918–1945. Kulturelle Praxis zwischen Sakralisierung und Säkularisierung.” Berlin/ München/ Boston 2015, S. 270 f.</ref>
Nach ihrer erneuten Zulassung 1926 knüpfte die Rodobrana auch Kontakte zu den tschechischen Faschisten der in diesem Jahr frisch gegründeten ”[[Národní obec fašistická]]” („Nationale Faschistische Gemeinschaft“, kurz NOF). Für die Rodobrancen stellte die NOF einen möglichen Partner auf gesamtstaatlicher Ebene dar, mit dessen Hilfe sie sich die Durchsetzung ihrer politischen Forderungen erhofften.<ref>Anton Hruboň: ”Alexander Mach – Radikál z povolania” [= Alexander Mach – Ein Berufsradikaler]. Bratislava 2018, S. 63 (slowakisch).</ref> Die Zusammenarbeit zwischen beiden Gruppierungen stand jedoch von Beginn an vor ideologischen, machtpolitischen und persönlichen Hindernissen. Zum Einen war die NOF keine reine Wehrorganisation wie die Rodobrana, sondern trat von Anfang an als politische Partei auf, die sich in der gesamten Tschechoslowakischen Republik etablieren wollte. Damit konkurierte die NOF mit Hlinkas Slowakischer Volkspartei um das rechtsradikale Wählerpotenzial in der Slowakei, welches die Ludaken bereits weitgehend mit der Rodobrana abdeckten.<ref>Anton Hruboň: ”Alexander Mach – Radikál z povolania” [= Alexander Mach – Ein Berufsradikaler]. Bratislava 2018, S. 64 u. 66 (slowakisch); Sabine Witt: ”Nationalistische Intellektuelle in der Slowakei 1918–1945. Kulturelle Praxis zwischen Sakralisierung und Säkularisierung.” Berlin/ München/ Boston 2015, S. 270 f.</ref>