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In den 1990er-Jahren tauchte der Begriff vereinzelt in Veröffentlichungen im deutschen Sprachraum auf,<ref name=”DWDS”/> beispielsweise durch die Übersetzung eines Gastbeitrags von [[Richard Lindzen]] in der ”[[Die Zeit|Zeit]]”.<ref name=”zeit-1992-05-01″>{{Internetquelle | url=http://www.zeit.de/1992/19/viel-dampf-um-nichts | titel=”Die Klimahysterie ist vor allem eine gute Geldquelle für die Umweltschutzverbände”: Viel Dampf um nichts | autor=Richard S. Lindzen, übersetzt von Sigrid Weise | werk=Die Zeit | datum=1992-05-01 |abruf=2020-01-23}}</ref> 2004 nutzte ihn der Publizist und spätere [[Alternative für Deutschland|AfD]]-Politiker [[Konrad Adam]] in einem Artikel in der ”[[Die Welt|Welt]]”. 2006/2007 wurde „climate hysteria“ in den [[Vereinigte Staaten|USA]] massenhaft genutzt.<ref name=tagesschau/> Auch behandelten im Zuge von mehreren Artikel in der ”[[The Australian|Australian]]”, in denen [[Klimawandelleugnung|die Klimawandelwissenschaft geleugnet wurde]], der Journalist Alaan Wood die Sorge um den Klimawandel als „grüne Hysterie“ (engl. „green hysteria“).<ref>David McKnight: ”A change in the climate? The journalism of opinion at News Corporation”. In: ”Journalism”. Band 11, Nr. 6, 16. Dezember 2010, S. 700, [[doi:10.1177/1464884910379704]].</ref> 2007 warnte [[Christian Bartsch]] in der ”[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|Frankfurter Allgemeinen Zeitung]] (FAZ)” im viel zitierten Artikel ”Wider die Klimahysterie: Mehr Licht im Dunkel des Klimawandels”, vor einer „Ideologie einer menschengemachten Klimakatastrophe“ und einer angeblich bevorstehenden „Klimadiktatur“.<ref name=tagesschau/> Ende der 2000er Jahre wurde der Begriff in deutschsprachigen Zeitungen häufiger verwendet.<ref name=”DWDS”>[https://www.dwds.de/r/plot?q=Klimahysterie ”DWDS – Verlaufskurven – Basis: DWDS-Zeitungskorpus (ab 1945)”.] DWDS-Wortverlaufskurve für „Klimahysterie“, erstellt durch das ”[[DWDS|Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache]]”. Abgerufen am 14. Januar 2020.</ref>
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In den 1990er-Jahren tauchte der Begriff vereinzelt in Veröffentlichungen im deutschen Sprachraum auf,<ref name=”DWDS”/> beispielsweise durch die Übersetzung eines Gastbeitrags von [[Richard Lindzen]] in der ”[[Die Zeit|Zeit]]”.<ref name=”zeit-1992-05-01″>{{Internetquelle | url=http://www.zeit.de/1992/19/viel-dampf-um-nichts | titel=”Die Klimahysterie ist vor allem eine gute Geldquelle für die Umweltschutzverbände”: Viel Dampf um nichts | autor=Richard S. Lindzen, übersetzt von Sigrid Weise | werk=Die Zeit | datum=1992-05-01 |abruf=2020-01-23}}</ref> 2004 nutzte ihn der Publizist und spätere [[Alternative für Deutschland|AfD]]-Politiker [[Konrad Adam]] in einem Artikel in der ”[[Die Welt|Welt]]”. 2006/2007 wurde „climate hysteria“ in den [[Vereinigte Staaten|USA]] massenhaft genutzt.<ref name=tagesschau/> Auch behandelte im Zuge von mehreren Artikel in der ”[[The Australian|Australian]]”, in denen [[Klimawandelleugnung|die Klimawandelwissenschaft geleugnet wurde]], der Journalist Alaan Wood die Sorge um den Klimawandel als „grüne Hysterie“ (engl. „green hysteria“).<ref>David McKnight: ”A change in the climate? The journalism of opinion at News Corporation”. In: ”Journalism”. Band 11, Nr. 6, 16. Dezember 2010, S. 700, [[doi:10.1177/1464884910379704]].</ref> 2007 warnte [[Christian Bartsch]] in der ”[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|Frankfurter Allgemeinen Zeitung]] (FAZ)” im viel zitierten Artikel ”Wider die Klimahysterie: Mehr Licht im Dunkel des Klimawandels”, vor einer „Ideologie einer menschengemachten Klimakatastrophe“ und einer angeblich bevorstehenden „Klimadiktatur“.<ref name=tagesschau/> Ende der 2000er Jahre wurde der Begriff in deutschsprachigen Zeitungen häufiger verwendet.<ref name=”DWDS”>[https://www.dwds.de/r/plot?q=Klimahysterie ”DWDS – Verlaufskurven – Basis: DWDS-Zeitungskorpus (ab 1945)”.] DWDS-Wortverlaufskurve für „Klimahysterie“, erstellt durch das ”[[DWDS|Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache]]”. Abgerufen am 14. Januar 2020.</ref>
   
 
Der Begriff fand ab Frühjahr 2019 mit den Diskussionen um [[Klimaschutz]] eine häufige Verwendung, indem AfD-Politiker und Publizisten vielfach den entscheidenden menschlichen Einfluss auf den Klimawandel abstritten oder relativierten.<ref name=tagesschau>{{Internetquelle |autor=[[Patrick Gensing]] |url=https://www.tagesschau.de/faktenfinder/klimahysterie-103.html |titel=Woher kommt der Begriff „Klimahysterie“? |werk=[[tagesschau.de]] |datum=2020-01-14 |abruf=2020-01-14}}</ref> Auch benutze die rechtspopulistische Partei [[Perussuomalaiset]] den Begriff im Wahlkampf zur [[Parlamentswahl in Finnland 2019]], laut der ”[[New York Times]]” als neuen „Schlachtruf“ (engl. „Rallying Cry“).<ref>[[Ellen Barry]], Johanna Lemola: [https://www.nytimes.com/2019/04/12/world/europe/finland-populism-immigration-climate-change.html ”The Right’s New Rallying Cry in Finland: ‘Climate Hysteria’”.] In: ”nytimes.com”. 12. April 2019, Abgerufen am 23. Januar 2020.</ref>
 
Der Begriff fand ab Frühjahr 2019 mit den Diskussionen um [[Klimaschutz]] eine häufige Verwendung, indem AfD-Politiker und Publizisten vielfach den entscheidenden menschlichen Einfluss auf den Klimawandel abstritten oder relativierten.<ref name=tagesschau>{{Internetquelle |autor=[[Patrick Gensing]] |url=https://www.tagesschau.de/faktenfinder/klimahysterie-103.html |titel=Woher kommt der Begriff „Klimahysterie“? |werk=[[tagesschau.de]] |datum=2020-01-14 |abruf=2020-01-14}}</ref> Auch benutze die rechtspopulistische Partei [[Perussuomalaiset]] den Begriff im Wahlkampf zur [[Parlamentswahl in Finnland 2019]], laut der ”[[New York Times]]” als neuen „Schlachtruf“ (engl. „Rallying Cry“).<ref>[[Ellen Barry]], Johanna Lemola: [https://www.nytimes.com/2019/04/12/world/europe/finland-populism-immigration-climate-change.html ”The Right’s New Rallying Cry in Finland: ‘Climate Hysteria’”.] In: ”nytimes.com”. 12. April 2019, Abgerufen am 23. Januar 2020.</ref>