Fernsehsender berichtigt, Weblinks ergänzt und Infobox entschlackt
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”’Die Geschichte vom goldenen Taler”’ ist ein deutscher [[Märchenfilm]] von [[Bodo Fürneisen]] aus dem Jahr 1985. Der im Auftrag des [[Deutscher Fernsehfunk|
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”’Die Geschichte vom goldenen Taler”’ ist ein deutscher [[Märchenfilm]] von [[Bodo Fürneisen]] aus dem Jahr 1985. Der im Auftrag des [[Deutscher Fernsehfunk|Fernsehens der DDR]] von der [[DEFA]] produzierte Fernsehfilm beruht auf dem gleichnamigen Märchen von [[Hans Fallada]], das 1938 im Märchenband [[Geschichten aus der Murkelei]] erschien.
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”Die Geschichte vom goldenen Taler” wurde im DEFA-Studio für Spielfilme in Babelsberg gedreht, unter anderem auch in Brandenburg an der Havel, das mit seiner Altstadt die Idealen Voraussetzungen hat.
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”Die Geschichte vom goldenen Taler” wurde im DEFA-Studio für Spielfilme in Babelsberg gedreht, unter anderem auch in Brandenburg an der Havel, das mit seiner Altstadt die Idealen Voraussetzungen hat. Das Szenarium stammte von [[Joachim Nestler]] sowie [[Manfred Freitag (Drehbuchautor)|Manfred Freitag]] und die Dramaturgie lag in den Händen von [[Katharina Steinke]].
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Der Film erlebte seine Fernsehpremiere am 9. Februar 1985
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Der Film erlebte seine Fernsehpremiere am 9. Februar 1985 im 1. Programm des [[Deutscher Fernsehfunk|Fernsehens der DDR]] und lief am 9. Dezember 1990 bundesweit auf [[RTL plus]]. Im September 2010 erschien der Film auf DVD.
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Im Gegensatz zum zugrunde liegenden Märchen, das „einen Reflex auf das Leben in den zwanziger Jahren dar[stellt], das von großer Armut und extremem Reichtum, von Weltwirtschaftskrise und Vergnügungstaumel charakterisiert ist“,<ref>”Die Geschichte vom goldenen Taler”. In: Eberhard Berger, Joachim Gliese (Hrsg.): ”77 Märchenfilme. Ein Filmführer für jung und alt”. Henschel Verlag, Berlin 1990, S. 120.</ref> stellt der Film die Liebesgeschichte zwischen Anna Barbara und dem Putzmännchen Martin in den Vordergrund. Neben dem Geldgeiz wird so auch der Gefühlsmangel thematisiert: Hans Geiz ist zwar materiell reich und geizig, verarmt aufgrund fehlender Gefühle jedoch als Individuum. Als Liebespaar wiederum ist Anna Barbara und Martin materieller Besitz so nebensächlich geworden, dass sogar der Verlust des goldenen Talers unbemerkt bleibt – das Ende mit dem Verlust des Talers weicht dabei vom Märchenende ab.<ref>”Die Geschichte vom goldenen Taler”. In: Eberhard Berger, Joachim Gliese (Hrsg.): ”77 Märchenfilme. Ein Filmführer für jung und alt”. Henschel Verlag, Berlin 1990, S. 121–122.</ref>
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Im Gegensatz zum zugrunde liegenden Märchen, das „einen Reflex auf das Leben in den zwanziger Jahren dar[stellt], das von großer Armut und extremem Reichtum, von Weltwirtschaftskrise und Vergnügungstaumel charakterisiert ist“,<ref>”Die Geschichte vom goldenen Taler”. In: Eberhard Berger, Joachim Gliese (Hrsg.): ”77 Märchenfilme. Ein Filmführer für jung und alt”. Henschel Verlag, Berlin 1990, S. 120.</ref> stellt der Film die Liebesgeschichte zwischen Anna Barbara und dem Putzmännchen Martin in den Vordergrund. Neben dem Geldgeiz wird so auch der Gefühlsmangel thematisiert: Hans Geiz ist zwar materiell reich und geizig, verarmt aufgrund fehlender Gefühle jedoch als Individuum. Als Liebespaar wiederum ist Anna Barbara und Martin materieller Besitz so nebensächlich geworden, dass sogar der Verlust des goldenen Talers unbemerkt bleibt – das Ende mit dem Verlust des Talers weicht dabei vom Märchenende ab.<ref>”Die Geschichte vom goldenen Taler”. In: Eberhard Berger, Joachim Gliese (Hrsg.): ”77 Märchenfilme. Ein Filmführer für jung und alt”. Henschel Verlag, Berlin 1990, S. 121–122.</ref>
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== Kritik ==
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== Kritik ==
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Der ”[[film-dienst]]” nannte ”Die Geschichte vom goldenen Taler” „einfallsreich inszeniert, aber im Gehalt sehr verschlüsselt, so daß erst ältere Kinder Verständnis entwickeln können.“<ref>{{LdiF|19360|zugriff=2017-03-02}}</ref> Andere Kritiker lobten die „Fülle ästhetischer Reize“, die der Film enthält, und nannten den Film eine „poetische Bilderzählung“.<ref>”Die Geschichte vom goldenen Taler”. In: Eberhard Berger, Joachim Gliese (Hrsg.): ”77 Märchenfilme. Ein Filmführer für jung und alt”. Henschel Verlag, Berlin 1990, S. 122.</ref>
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Der ”[[film-dienst]]” nannte ”Die Geschichte vom goldenen Taler” „einfallsreich inszeniert, aber im Gehalt sehr verschlüsselt, so daß erst ältere Kinder Verständnis entwickeln können.“<ref>{{LdiF|19360|zugriff=2017-03-02}}</ref> Andere Kritiker lobten die „Fülle ästhetischer Reize“, die der Film enthält, und nannten den Film eine „poetische Bilderzählung“.<ref>”Die Geschichte vom goldenen Taler”. In: Eberhard Berger, Joachim Gliese (Hrsg.): ”77 Märchenfilme. Ein Filmführer für jung und alt”. Henschel Verlag, Berlin 1990, S. 122.</ref>
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* [http://www.fernsehenderddr.de/index.php?script=dokumentationsblatt-detail&id1=6030 ”Die Geschichte vom goldenen Taler”] im Onlinelexikon des Fernsehens der DDR
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* [https://meinaltesbrandenburg.jimdofree.com/defa-drehorte/ ”Die Geschichte vom goldenen Taler”] Drehorte und Informationen zum Film
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* [https://meinaltesbrandenburg.jimdofree.com/defa-drehorte/ ”Die Geschichte vom goldenen Taler”] Drehorte und Informationen zum Film
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