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Das ”’Kabinett Rudinì I”’ regierte das [[Königreich Italien (1861–1946)|Königreich Italien]] vom 6. Februar 1891 bis zum 15. Mai 1892. Es löste das [[Kabinett Crispi II]] ab. [[Präsident des Ministerrats|Ministerpräsident]] war erstmals der der Historischen Rechten ({{itS|Destra storica}} angehörende [[Antonio Starabba di Rudinì]].
Das ”’Kabinett Rudinì I”’ regierte das [[Königreich Italien (1861–1946)|Königreich Italien]] vom 6. Februar 1891 bis zum 15. Mai 1892. Es löste das [[Kabinett Crispi II]] ab. [[Präsident des Ministerrats|Ministerpräsident]] war erstmals der der Historischen Rechten ({{itS|Destra storica}}) angehörende [[Antonio Starabba di Rudinì]].
Das Kabinett Rudinì I war das 28. Kabinett des Königreiches und ein Jahr, drei Monate und neun Tage im Amt. Die von sowohl von der Historischen Rechten als auch von der Historischen Linken (it. ”Sinistra storica”) gestützte Regierung geriet infolge von Differenzen in der Finanzpolitik ins Wanken. Um die Staatsverschuldung in den Griff zu bekommen, hatte Rudinì die Kürzung des Militäretats vorgeschlagen, was aber am heftigen Widerstand der Militärs und vor allem des Königs scheiterte. Daraufhin kündigte Rudinì Steuererhöhungen an.<ref>{{DBI|Verfasser=Giuseppe Astuto|ID=antonio-starabba-marchese-di-rudini_(Dizionario-Biografico)|Lemma=Rudinì, Antonio Starabba marchese di|Band=89|SeiteVon=|SeiteBis=}}</ref> In der Folge sprachen einige Minister dem Finanzminister [[Giuseppe Colombo (Politiker)|Giuseppe Colombo]] ihr Misstrauen aus, weshalb Colombo seinen Rücktritt einreichte. Rudinì gelang es nicht, das Amt neu zu besetzen. Am 4. Mai 1892 reichte Rudinì seinen Rücktritt ein, nachdem seine Regierung bei einer [[Vertrauensfrage]] über ihre Finanzpolitik in der [[Camera dei Deputati|Abgeordnetenkammer]] keine Mehrheit hinter sich vereinen konnte. König Umberto I betraute daraufhin [[Giovanni Giolitti]] mit der Bildung einer neuen Regierung. Am 15. Mai 1892 löste das [[Kabinett Giolitti I]] das Kabinett Rudinì I ab.<ref>Francesco Bartolotta: ”Parlamenti e Governi d’Italia 1848 – 1961.” S. 79.</ref>
Das Kabinett Rudinì I war das 28. Kabinett des Königreiches und ein Jahr, drei Monate und neun Tage im Amt. Die von sowohl von der Historischen Rechten als auch von der Historischen Linken (it. ”Sinistra storica”) gestützte Regierung geriet infolge von Differenzen in der Finanzpolitik ins Wanken. Um die Staatsverschuldung in den Griff zu bekommen, hatte Rudinì die Kürzung des Militäretats vorgeschlagen, was aber am heftigen Widerstand der Militärs und vor allem des Königs scheiterte. Daraufhin kündigte Rudinì Steuererhöhungen an.<ref>{{DBI|Verfasser=Giuseppe Astuto|ID=antonio-starabba-marchese-di-rudini_(Dizionario-Biografico)|Lemma=Rudinì, Antonio Starabba marchese di|Band=89|SeiteVon=|SeiteBis=}}</ref> In der Folge sprachen einige Minister dem Finanzminister [[Giuseppe Colombo (Politiker)|Giuseppe Colombo]] ihr Misstrauen aus, weshalb Colombo seinen Rücktritt einreichte. Rudinì gelang es nicht, das Amt neu zu besetzen. Am 4. Mai 1892 reichte Rudinì seinen Rücktritt ein, nachdem seine Regierung bei einer [[Vertrauensfrage]] über ihre Finanzpolitik in der [[Camera dei Deputati|Abgeordnetenkammer]] keine Mehrheit hinter sich vereinen konnte. König Umberto I betraute daraufhin [[Giovanni Giolitti]] mit der Bildung einer neuen Regierung. Am 15. Mai 1892 löste das [[Kabinett Giolitti I]] das Kabinett Rudinì I ab.<ref>Francesco Bartolotta: ”Parlamenti e Governi d’Italia 1848 – 1961.” S. 79.</ref>